Mit Vernunft und Weitblick. Für Bruchköbel. FDP

Antrag vom 20.09.2011

Platz-Sharing in Hort und Kita

So sollte es möglich sein, dass zwei Kinder sich einen Hortplatz zu unterschiedlichen Zeiten teilten: entsprechend der Berufstätigkeit der Mütter oder Väter. So käme eines der Kinder regelmäßig nur an zwei Nachmittagen, das andere an drei Nachmittagen in eine der städtischen Einrichtungen. Nach dem gleichen Modell kann dann auch bei den Nachmittagsplätzen an den Kitas verfahren werden, sofern Bedarf besteht.
Derzeit müssen Eltern in Bruchköbel einen Hortplatz für fünf Wochentage buchen und bezahlen, obwohl sie nur für zwei oder drei Tage eine Nachmittagsbetreuung für ihre Kinder benötigen. Angesichts des vorhandenen mangelnden Versorgungsgrades an entsprechenden Plätzen in einigen Einrichtungen der Stadt wäre dies nicht nur ein Entgegenkommen gegenüber den Wünschen der Eltern, sondern auch ein Beitrag zur Versorgungsgerechtigkeit.
Viele berufstätige Mütter arbeiten in Teilzeit. Hierbei ist durch die meist weiten Anfahrtswege der Wunsch auch von Arbeitgeberseite da, die Arbeitszeit möglichst wenig zu stückeln. Möglichst viele Stunden an einzelnen Tagen der Woche zu arbeiten entspricht der Lebenswirklichkeit von vielen Teilzeitkräften. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfordert deswegen eine hohe Flexibilität, die mit der aktuellen Art der Platzvergabe nicht mehr vereinbar ist.

Mit der Festlegung auf bestimmt Essenstag im Rahmen der Essenspauschale wurde dem im Übrigen schon Rechung getragen. Analog könnte eine Buchung der Betreuungsplätze erfolgen.

Durch ein Platz-Sharing könnte so auch die unzumutbar hohe Einstiegshürde einer geforderten Berufstätigkeit von mindestens 30 Stunden – für die Zuteilung eines U3- oder Hortplatzes gesenkt werden, wesentlich mehr Eltern bekämen so die Chance auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind.


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