Mit Vernunft und Weitblick. Für Bruchköbel. FDP

Pressearchiv vom 27.01.2012:

Feuerwehrgerätehaus Oberissigheim - Nun doch kein Neubau an der Landwehr

Eine Anfrage der FDP-Fraktion zu aktuellen Themen in der letzten Bruchköbeler Stadtverordnetenversammlung brachte es ans Tageslicht: ein neuer Standort für den geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses Oberissigheim muss nun doch gefunden werden. Das Regierungspräsidium gab aus Gründen des Naturschutzes keine Erlaubnis für die Bebauung. Nun beginnt die Grundstückssuche wieder von vorne.

Für die Bruchköbeler Liberalen keine Überraschung, hatten sie sich seit Beginn der Planungen gegen den Standort an der Landwehr ausgesprochen und deswegen auch im Juni letzten Jahres gegen den Bau votiert. Die vom Fraktionsvorsitzenden Jürgen Schäfer geäußerte Kritik, dass die Stadt nicht den am besten geeigneten Standort ausgewählt hat, wurde vom ersten Stadtrat Uwe Ringel damals weit von sich gewiesen. Auch die schriftlichen Einwände der Bürger, von denen sich einige auch auf die besondere Schutzwürdigkeit des Grundstückes aus Naturschutzgründen bezogen, wurden einfach ignoriert. Und nun bedarf es wieder einer oberen Landesbehörde, um der Bruchköbeler Rathausspitze zu zeigen, dass man sich nicht alles zurechtbiegen kann, wie man es braucht. Denn auch bei den Planungen seinerzeit für die Biogasanlage in Roßdorf hatte eine Fachbehörde das Verfahren wegen fehlerhafter Grundstücksauswahl stoppen müssen. Und nun muss beim Grundstück an der Landwehr das Regierungspräsidium ausgerechnet einem grünen hauptamtlichen Stadtrat erklären, dass der Naturschutz hier Vorrang hat.

Fakt ist, dass man wertvolle Zeit vertan hat und nun wieder neue Verhandlungen um mögliche Grundstücke führen muss. Zeit und Geld sind durch handwerkliche Fehler der Rathausführung in die Planung des Neubaus an der Landwehr gesteckt worden. Auch Bürgermeister Maibach muss sich mal wieder fragen lassen, ob er wegen eines schnellen Erfolges vor der Kommunalwahl die nötige Sorgfalt bei der Planung bewusst vergessen hat. Schon seine fehlerhafte Einschätzung bei der Zuteilung der Fördergelder für den Neubau und somit den Baubeginn hatte diesen Verdacht aufkommen lassen. Für das nächste große Bauvorhaben lässt das auf jeden Fall nichts Gutes ahnen.
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